Warum wir diese
Initiative gestartet haben
Humanoide Roboter werden die Arbeitswelt verändern. Doch der Mittelstand droht abgehängt zu werden – nicht weil die Technologie fehlt, sondern weil Orientierung, Erfahrung und belastbare Entscheidungsgrundlagen fehlen. FAB-WALK schließt genau diese Lücke.
Die Ausgangslage
Ein perfekter Sturm für den Mittelstand
Deutschland verliert durch den Fachkräftemangel jährlich Produktionswerte von 49 Milliarden Euro – Tendenz steigend auf bis zu 74 Milliarden Euro bis 2027. Über 40 % der mittelständischen Unternehmen haben bereits heute Schwierigkeiten, Stellen zu besetzen.
Gleichzeitig entsteht mit der humanoiden Robotik eine Technologie, die genau diese Lücke adressieren kann: Flexible, mobile Systeme, die in Umgebungen arbeiten, die für Menschen gebaut wurden – ohne teure Umbaumaßnahmen, ohne Schutzzäune, ohne starre Programmierung.
Das Problem: Die meisten KMU wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Zwischen dem Hype aus dem Silicon Valley und der eigenen Werkshalle klafft eine gewaltige Wissenslücke.
Quellen: IW Köln 2024, Goldman Sachs/Bain 2025, DIHK Fachkräftereport 2025/26
Das Kernproblem
Warum der Mittelstand zögert
Die Technologie ist da. Die volkswirtschaftliche Notwendigkeit ist offensichtlich. Und trotzdem passiert in den meisten KMU – nichts. Denn vier konkrete Hürden blockieren den ersten Schritt:
Unbekannte Technologie
Humanoide Roboter sind für die meisten KMU ein völlig neues Feld. Es fehlen Erfahrungswerte, Referenzprojekte im eigenen Umfeld und oft selbst das Wissen, welche Aufgabe ein Humanoider überhaupt übernehmen könnte.
Unklarer Return on Invest
Wie rechnet sich eine Investition ab 50.000 €, wenn niemand belastbare Zahlen zu Taktzeiten, Verfügbarkeit oder Entlastungswirkung im eigenen Prozess liefern kann? Der fehlende Business Case blockiert jede Entscheidung.
Regulatorische Unsicherheit
Normen wie die Maschinenrichtlinie decken bipedale Systeme noch nicht ausreichend ab. 50 % der Integratoren sehen unklare Sicherheitsstandards als größtes Hemmnis.
Akzeptanz der Belegschaft
Humanoide lösen instinktive Reaktionen aus. Ohne frühzeitige Einbindung von Betriebsrat und Belegschaft scheitern Projekte an psychologischen Barrieren – nicht an der Technik.
Unsere Antwort
Zwei Kompetenzen.
Eine Mission.
Das ifaa und die ZENIT GmbH bündeln ihre komplementäre Expertise, um die Einstiegshürden für den Mittelstand systematisch abzubauen.
ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft
Das ifaa in Düsseldorf ist eines der renommiertesten Institute für angewandte Arbeitswissenschaft in Deutschland. In der gemeinsamen Initiative FAB-WALK bringt das ifaa seine jahrzehntelange Expertise in der Gestaltung produktiver Arbeitssysteme ein:
- » MTO-Analyse: Systematische Bewertung von Mensch, Technik & Organisation am Arbeitsplatz
- » Akzeptanzforschung: Wie reagiert die Belegschaft? Was braucht der Betriebsrat?
- » Ergonomie-Bewertung: Wo entlastet ein Humanoider am meisten?
ZENIT GmbH – Zentrum für Innovation und Technik in NRW
Die ZENIT GmbH in Mülheim an der Ruhr agiert als Innovationsagentur und schlägt die Brücke zwischen Technologie-Anbietern, Forschung und mittelständischen Unternehmen:
- » Technologie-Scouting: Weltweite Marktbeobachtung humanoider Plattformen und KI-Systeme
- » Fördermittelberatung: Identifikation passender Landes- und Bundesprogramme
- » Netzwerk & Transfer: Zugang zu Forschungsinstituten, Herstellern und Pilotbetrieben
Das Ergebnis: Nicht zwei Beratungen nacheinander, sondern ein integrierter Blick – von der Frage „Wo lohnt sich das?" bis zur Antwort „Mit diesem System, zu diesen Kosten, in diesem Zeitraum."
Der Weg
In drei Schritten zur Klarheit
Wir helfen Unternehmen nicht, einen Roboter zu kaufen. Wir helfen ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen – ob und wie humanoide Systeme für sie sinnvoll sind.
MTO-Potenzialanalyse
Das ifaa analysiert Ihre Arbeitssysteme nach dem Mensch-Technik-Organisation-Prinzip. Welche Tätigkeiten sind ergonomisch belastend? Wo gibt es Engpässe durch Fachkräftemangel? Wo würde Automatisierung die größte Wirkung entfalten?
Technologie-Matching
ZENIT sondiert den globalen Markt humanoider Plattformen und ordnet Ihre Anforderungen den verfügbaren Systemen zu: Welcher Roboter passt zu Ihrem Greif-Profil, Ihrem Hallenlayout und Ihrem Budget? Welche Fördermittel stehen zur Verfügung?
Machbarkeits-Roadmap
Gemeinsam entwickeln wir eine praxistaugliche Roadmap: Vom konkreten Einsatzszenario über eine grobe Wirtschaftlichkeitsbewertung bis zu den nächsten Schritten für ein Pilotprojekt – inklusive der Einbindung Ihrer Belegschaft.
Unsere Fokusbranchen
Vier Schwerpunkte in NRW
Wir untersuchen das Potenzial humanoider Systeme dort, wo der Mittelstand am stärksten ist – und wo der Druck durch Fachkräftemangel am höchsten.
Haben Sie einen Anwendungsfall?
Wir suchen KMU aus NRW, die wissen wollen, ob humanoide Robotik für sie funktioniert – ohne Kaufdruck, ohne Verpflichtung, mit belastbaren Ergebnissen.
Kontaktieren Sie uns