Schaeffler und britisches Technologieunternehmen „Humanoid“ kooperieren
15.01.2026: Eine neue strategische Partnerschaft
Der Technologiekonzern Schaeffler hat eine weitreichende strategische Partnerschaft mit dem britischen Technologieunternehmen Humanoid bekannt gegeben. Ziel der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Entwicklung und Industrialisierung innovativer Komponenten für die nächste Generation humanoider Roboter.
Die Kooperation verknüpft die mechanische Expertise von Schaeffler mit dem spezialisierten Robotik-Know-how des Londoner Unternehmens, um die technologische Basis für den industriellen Einsatz humanoider Systeme zu verbreitern.
Kernelemente der Vereinbarung
Die Partnerschaft basiert auf zwei zentralen Säulen, die sowohl die Hardware-Entwicklung als auch die praktische Anwendung im industriellen Umfeld adressieren:
- Liefervereinbarung für hochpräzise Aktorik: Schaeffler fungiert als technologischer Partner und liefert spezialisierte Komponenten für die Bewegungssteuerung. Hierzu zählen insbesondere lineare und rotatorische Aktoren sowie Wellgetriebeaktoren, die für die komplexen Gelenkbewegungen humanoider Roboter optimiert sind.
- Abnahme und industrielle Pilotierung: Schaeffler wird die von Humanoid entwickelten Robotersysteme direkt in sein eigenes, weltweites Fertigungsnetzwerk integrieren. Dieser Schritt dient der Validierung der Systeme unter realen Produktionsbedingungen und der Steigerung der betrieblichen Effizienz.
Technologische Synergien
Im Fokus der gemeinsamen Entwicklung steht die Skalierbarkeit der Komponenten. Durch den Einsatz von Schaefflers Leichtbau-Technologien und hochpräziser Sensorik sollen die Roboter von Humanoid eine höhere Energieeffizienz und Bewegungspräzision erreichen.
„Gemeinsam mit Schaeffler beweisen wir, dass Humanoide zuverlässig, sicher und effizient in Industrieumgebungen arbeiten können“, so Artem Sokolov, CEO und Gründer von Humanoid.
Strategische Einordnung
Für Schaeffler markiert diese Kooperation einen weiteren Schritt in der Transformation zum Systemanbieter für die Robotik-Industrie. Durch die Verzahnung von Komponentenlieferung und dem Einsatz der Endprodukte in den eigenen Werken entsteht ein geschlossener Entwicklungszyklus. Dies ermöglicht es, wertvolle Daten über die mechanische Belastbarkeit und die Integration von KI-Modellen in bestehende Fertigungsprozesse zu gewinnen.
Die Partnerschaft unterstreicht den Trend, humanoide Roboter nicht mehr nur als Forschungsobjekte, sondern als flexible Werkzeuge zur Bewältigung des Fachkräftemangels und zur Steigerung der Automatisierungsrate in der Industrie zu betrachten.